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Von Fröschen und Prinzen und dem ganzen Zeugs …

Das Kribbeln im Bauch, kein Frosch, das war MEIN Prinz.

Geschrieben von AnnaSchwarz (Profil | Alle Beiträge) in Liebe/Freunde
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8/02 2012

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Mr. Right? Gibt es sowas? Den Traumprinzen?
Ich habe es geglaubt – oder zumindest gehofft. Und darauf gewartet. So wie fast jede junge Frau darauf wartet. Aber der Blödmann ließ sich so verdammt viel Zeit. Irgendwann hatte ich keine Lust mehr zu warten und dachte, warum soll ich es nicht mal mit einem Frosch versuchen. Besser, als im stillen Kämmerchen zu sitzen und wie Dornröschen aufs Wachküssen zu hoffen.
Gedacht, getan.
Der “Frosch” war ja keiner von der ekligen Sorte, sondern ein recht hübsches Exemplar. Wir kannten uns schon eine ganze Weile, waren befreundet und ich hatte den Verdacht, dass er ein klein wenig verschossen in mich sei.
Trotzdem war es ein seltsames Gefühl, nicht nur miteinander abzuhängen, sich einen coolen Film reinzuziehen, sondern diese ganze Date-Sache zu exerzieren. Vom Abholen, übers Essen gehen bis zum obligatorischen Spaziergang danach. Wir haben es komplett durchgezogen, bis ins Detail. Andy, so nenne ich den Frosch jetzt mal, war eigentlich eher der lässige, unkonventionelle Typ. Doch er hatte sich an diesem Abend extra für mich in Schale geworfen – und fühlte sich entsprechend unwohl, das war ihm deutlich anzumerken.
Das Restaurant war klein und schnuckelig, das Essen wunderbar. Andy gab den perfekten Gentleman, schenkte Wein nach und zahlte die Rechnung. Doch unsere Vertrautheit, unser gemeinsamer Humor und das geborgene Gefühl, dass ich sonst bei ihm hatte, wollten sich einfach nicht einstellen. Wir waren beide verkrampft und ich atmete erleichtert auf, als wir wieder an der Luft waren. Vielleicht würden ein wenig Bewegung und Ablenkung die Atmosphäre lockern.
Wir schlenderten am Rhein entlang, es war Spätsommer und die Voraussetzungen waren mehr als perfekt. Ein lauer Abend, der Sternenhimmel über uns, der glitzernde Fluss, mehr Romantik geht eigentlich nicht. Auf einer Bank direkt am Ufer setzten wir uns. Unser Gespräch stockte mal wieder verlegen, wie schon den ganzen Abend. Ich fing an darüber nachzudenken, wie wir das Ganze möglichst elegant beenden könnten, ohne dass einer von uns beiden sein Gesicht verlor. Denn, dass das hier nicht funktionieren würde, war mehr als absehbar. Ich meine, hey, wir waren Mitte zwanzig und da draußen liefen noch genug Prinzen und Prinzessinnen herum.
Andy zupfte an seinem Hemdkragen herum, der ihm viel zu eng zu sein schien, und versuchte den Knopf zu öffnen. Er tat mir wirklich leid und gleichzeitig musste ich lachen über diese absurde Situation. Ich klopfte ihm auf die Finger und versuchte diesen blöden Knopf aufzumachen, der sich irgendwie verklemmt hatte. Wir sahen uns grinsend an, die Köpfe ganz dicht beieinander.
Und plötzlich war es da. Alles.
Das Kribbeln im Bauch. Die Atemlosigkeit. Der trockene Mund. Als er mich küsste, hatte ich keine Zweifel mehr.
Das war kein Frosch, das war MEIN Prinz.

Wir haben drei wundervolle Jahre miteinander verbracht, von denen ich keinen einzigen Tag bereue.

Die Moral? Küsst mehr Frösche! Was habt ihr zu verlieren?

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