Hobby: Teilzeit-Superstar
Als Komparsin beim Dreh mit Matthias Schweighöfer und Detlef Buck
Ganz großes Kino und ich mittendrin
Hollywood-Star werde ich nicht mehr. Tut mir Leid, George und Brad. Ich habe einen feinen Bürojob und einen coolen Chef. Aber … Ich liebe es, als Komparsin ab und zu große Kinoluft zu schnuppern. Ein echtes Hobby von mir. Für historische Filme eingekleidet und gestylt zu werden. Man könnte mich als „Teilzeit-Superstar“ bezeichnen.
Kürzlich durfte ich in St. Peter Ording bei Dreharbeiten dabei sein. Ein neuer Film mit Detlef Buck. „Erst die Arbeit und dann“ ist schon ewig einer meiner Lieblingsfilme. Ich mich also sofort angemeldet. … ich und 250 andere Teilzeit-Superstars.
Vorgabe der Agentur war: Dicke bunte Wintersachen, kein Rot, kein Schwarz. Ich mich also richtig eingemummelt und über die dicke Jacke noch einen blauen Windbreaker gezogen. Morgens um 6:20 Uhr saß ich mit meiner zusammen gewürfelten Komparsen-Fahrgemeinschaft auf der Autobahn Richtung Norden. Nach anderthalb Stunden lebhafter Unterhaltung waren wir alte Bekannte. Gemeinsame Hobbys – das schmiedet zusammen.
Endlich auf der Seebrücke angekommen ist Detlef Buck schon am hin und her springen. Riesige Filmkräne, Wohnwagen, Regiestühle, fast eine kleine Filmstadt.
Die geplanten Einstellungen werden von allen Seiten ohne Ende wiederholt. Die Füße werden langsam zu Eisklumpen und die Finger spür‘ ich auch kaum noch. Jetzt kommt allerdings das Beste: Ich und die anderen 250 Komparsen sollen von der Seebrücke irgendwelche Aktion betrachten. Matthias Schweighöfer schubst mich drehbuchkonform zur Seite und schreit seinen Filmtext in die klare Winterluft. …Cut ….
Buck kommt angerannt. „Die blaue Jacke geht nicht“. Und zu mir: „Was hast Du drunter?“ Detlef Buck fragt mich, was ich drunter an habe. Was für ein Tag. Klar hat man als echter Komparse immer Wechselkleidung drunter. Ich versuche, ohne den Dreh aufzuhalten den blauen Störenfried abzustreifen. „Soll ich eben Deine Handschuhe halten“? Fragt mich Vollzeit-Superstar Schweighöfer. „Oh, ja“ stotter, blinzel „Danke“. Die Handschuhe werden nun nie mehr gewaschen.
Der Rest ist schnell im Kasten. Tolle Erfahrungen, lebenslange Erinnerungen.
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8 Antworten
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Ein schönes Erlebnis! Ich durfte mal in einem Kinospot für das Arbeitsamt einen Priester spielen, also vielmehr stand ich einfach nur da.
Was machen denn die Handschuhe?
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Solche Ereignisse sind immer toll. Dem “Filmvolk” bei der Arbeit zuzusehen hat irgendwie was – man ist dann schon etwas mehr als nur Konsument.
Hast Du uns denn auch schön gewunken, damit wir Dich im fertigen Film sehen??
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Was für ein erfrischender Bericht. Ich würde die Handschuhe auch nicht mehr waschen und wann wird man schon von Herrn Buck gefragt, was man drunter anhat *lach*
Toll
Das war bestimmt ein großartiger Tag. Wenn Du mal wieder große Hollywoodluft schnupperst…. erzähl wieder
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Schönes Erlebnis! Und sehr anschaulich beschrieben.
Ich freue mich auf deinen nächsten Dreh!
Viele Grüße
Renate
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schönes Erlebnis!
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Wunderbare Geschichte über ein geniales Erlebnis
Davon würde ich gerne noch viel mehr lesen 
LG Diana
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Ich hab mal als Komparse bei dem 3-Teiler “Das Schwein” mit Götz George mitspielen. Man kan mich durch das Bild tanzen sehen. Allerdings hat mich meine eigene Mutter nicht erkannt.
Herzlich
Gitta
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Hallo Gitta!
Aber Götz leibhaftig zu sehen ist doch auch schon viel Wert
Ich habe mal in einem Kinospot als Statist mitgewirkt – ich war ein Priester. Davon schreibe ich demnächst hier eine Geschichte.
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