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Wie wird man 6fache Dosine?

Geschrieben von Zumpi (Profil | Alle Beiträge) in Tiere
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10/03 2010

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Nun, das möchte ich doch gern beantworten. Zuerst einmal, weil das nicht jeder weiß, erzähle ich was eine Dosine ist. Eine Dosine ist nichts anderes als ein weiblicher Dosenöffner, das männliche Pendant dazu nennt man Dosi. Den “Job” als Dosine übe ich schon ziemlich lange aus. Bereits als kleines Mädchen bekam ich meine erste Katze und bin diesen wundervollen Tieren seitdem völlig erlegen. Etwas besseres als ein Leben mit Katzen kann ich mir nicht vorstellen. So, los gehts. Aber seid gewarnt, das wird eine längere Geschichte:

Leider teilte mein Mann meine Liebe zu Katzen nicht, so das wir die ersten Jahre unserer Ehe kein Haustier hatten. Im Juli ´99 bekam die Katze einer Freundin Babys. 4 prachtvolle Jungs. Ich wollte unbedingt eins haben und habe mich in den Jüngsten verliebt. Es war ziemlich schwierig meinen Mann zu überreden, doch eine Katze ins Haus zu holen. Vor allem, so meinte mein Mann, das unser Mietvertrag keine Haustiere erlaubte und er partout keine Katze wollte. Das lag sicher auch daran, dass mein Mann noch nie im Leben Haustiere hatte. Zum Januar 2000 aber war ein Umzug geplant. Eine nette Wohnung mit einem Garten und vielen Wiesen hinterm Haus. Und auch Tierhaltung war überhaupt kein Problem. Mit meiner Freundin hatte ich längst abgemacht das ich den kleinen Kater nehme und ihn Stiefelchen nennen werde. Mein Mann wurde einfach überstimmt! Eine unsere Nachbarinnen erklärte sich bereit ebenfalls eins der Babys zu nehmen. Ende Oktober war es dann soweit, ich holte die beiden Kater ab und fuhr mit ihnen nach Hause. Noch in die alte Wohnung. Die Nachbarin wusste natürlich Bescheid. Ich begegnete ihr im Treppenhaus und sagte ihr das ich dann gleich hoch komme und ihr den Kater bringe. Sie guckte mich ganz merkwürdig an und meinte nur sie nehmen das Tier doch nicht. Paff. Und jetzt? Erstmal in die Wohnung und kurz und schmerzlos beschlossen: dann behalten wir eben 2. Sie werden ja kastriert und können dann in der neuen Wohnung nach draußen. Im Moment sind die beiden sowieso noch zu jung und wir wohnten an einer stark befahren Straße. Ja, so kam es das auch Flöckchen bei uns blieb.

Ende 2006 dann die Trennung von meinem Mann. Wieder ein Umzug. Mietshaus. 2. OG. Tierhaltung erlaubt. Ob ich die beiden noch an die Wohnung gewöhnen kann? Es ist ein Versuch wert. Sollte es nicht gehen, dann muss ich mich wohl oder über nach einem neuen Zuhause umsehen wo sie weiterhin Ausgang haben. Erstaunlicherweise haben die beiden Kater den Umzug gut überstanden und hatten auch kein Problem damit, das sie nicht mehr raus können. Allerdings wurden sie dicker. Klar, hatten ja auch nicht mehr viel Bewegung. Und spielen? Unsere Beiden? Bloß das nicht. Also beschlossen meine Freundin, die damals mit hier wohnte, und ich, das wir ein Katzenmädchen dazu holen. Als Ausgleich sozusagen. Das war im Frühsommer 2007. Wir schauten im Internet und wurden ganz in der Nähe fündig. Jede Menge Katzenbabys erwarteten uns. Da waren sicher weit über 30 Jungtiere und über 10 Altkatzen wo wir unser Mädchen fanden. Die Leute nannten sich Tierschützer! Aber gut, davon soll hier ja nicht geschrieben werden. Meine Freundin hatte schnell ein kleines, schwarzes Etwas auf dem Arm. Total verklebte Augen. Normalerweise hätte ich gesagt, die nicht, die lebt nicht lange. Aber dann regte sich etwas in mir und ich sagte Ok, wenn es ein Mädchen ist, dann nehmen wir dir mit. Sie ist ein Mädchen. Irgendwie regte sich dann aber noch etwas. Nämlich ein kleines schwarzes-weißes Wesen in meinem Arm. Nanu? Wer bist du denn? Mh, wenn wir jetzt die Kleine mitnehmen, dann weint sie sicherlich, weil keine Mama und keine Geschwister mehr da sind. Wo 3 Katzen Platz haben, passt auch eine Vierte. Also mal flugs unters Schwänzchen geguckt und siehe da: die Schwarz-Weiße ist auch ein Mädchen. Wir nehmen beide.

Im Auto überlegten wir uns Namen und nannten die Schwarze Pebbles und die Schwarz-Weiße Bambam. Später kamen wir dann dahinter, das wir die Namen genau andersrum hätten geben sollen. Bambam ist die Zarte und Pebbles eine Zicke wie sie im Buche steht. Mittlerweile ist das aber nicht mehr wichtig, denn sie werden nur Peppino und Bambi gerufen. Als wir zu Hause ankamen, schauten unsere beiden Kater natürlich sofort was da im Wohnzimmer, wo wir die Babys aus der Box holten, los ist. Kurze Drehung und schnell wie der Blitz verschwanden beide Kater in der Küche. Dort blieben sie auch für die nächsten 3 Tage, bevor sie sich wieder heraus trauten. Das muss man natürlich verstehen. So kleine Katzenbabys sind gefährlich. Peppino ging es am Anfang gar nicht gut. Ihre Augen verklebten immer mehr, sie konnte kaum atmen und wenn man versucht hat die Augen zu öffnen quoll literweise der Eiter raus. Ab zum Tierarzt und erstmal untersuchen lassen. Die Kleine bekam eine Augensalbe und für den Schnupfen Antibiotikum und 2 Tage später ging es ihr schon super. Und das tut es auch noch heute. Es dauerte auch nicht lang, da fingen die Mädels an sich den Katern zu nähern. Am Anfang wurde noch geknurrt, aber so ein Katzenbaby hat Charme. Ratzfatz waren die Kater um die Pfoten gewickelt. Die Babys durften sich zu den Katern legen, ankuscheln und wurden sogar geputzt von den Herren.

Im November 2008, meine Freundin hatte längst ihre eigenen Wohnung, kam eine Nachbarin aus Leipzig zurück und klingelte bei mir. In der Hand eine Transportbox. Nichts Böses ahnend zog sie mich ins Badezimmer und zeigte mir den Inhalt der Box. Ein junger rot-weißer Kater. Offensichtlich ein Mix aus EKH und Norw. Waldkatze. Wunderschön. Allein das lange Fell fehlt. Sie ließ den kleinen Kerl also aus der Box, der gleich aufs Katzenklo und danach direkt in meine Arme. Was soll das fragte ich? Als Antwort hörte ich dann, das Sylvester, so hieß er wohl damals, gefunden wurde. Dort wo er war könne er aber nicht bleiben. Er wäre bösartig. Kratzt, beißt, räumt die Mülltonnen aus und pinkelt überall hin. Ob er nicht… Hä? Hab ich Katzenasyl auf der Stirn stehen? Ja, meinte meine Nachbarin. Ok, er kann am Wochenende hier bleiben, bei ihr ging es nicht weil dort Hunde lebten. Und am Montag werden wir uns dann überlegen was wir mit dem Kater machen. Ich hab ja schließlich schon 4.

Am Montag war ich längst hoffnungslos verliebt. Der arme Kerl hat das ganze Wochenende immer wieder versucht sich den anderen zu nähern. Aber er wurde nur weggefaucht. Okay, so etwas braucht natürlich seine Zeit. Am Montag – waren immer noch alle Mülltonnen heil. Am Montag – war nirgendwo auch nur ein Pfützchen zu sehen. Am Montag – trugen weder meine Kinder noch ich irgendwelche Kratzer davon, wenn wir den kleinen Kerl auf dem Arm hatten. Am Montag – war längst entschieden: er bleibt. Aber Sylvester? Das geht ja mal gar nicht. Wir nannten ihn wegen seinem roten Fell Garfield. Garfield war damals geschätzte 6 oder 7 Monate alt. Um es vorwegzunehmen: ich habe noch nie eine so liebe, ruhige Katze gesehen wie Garfield. Er ist weit davon entfernt bösartig zu sein.

Ja, und letztes Jahr im Januar waren unsere beiden Mädels rollig. Um Garfield, der noch nicht kastriert war, machte ich mir keine Gedanken. Der ist doch noch viel zu jung, der kann doch noch gar nicht. Am 10. und am 12. März 2009 wurde er 7facher Vater! Bambi brachte 4 Babys zur Welt, von denen leider eins nach einer Woche verstarb und Peppino bekam 3 Babys. Wir konnten alle Babys gut vermitteln. So sind 2 jetzt in Berlin bei der Tochter meiner Freundin. 2 sind in Köln bei Freunden von mir und eins lebt im Haus nebenan. Aber da fehlt doch noch eins? Richtig. Eins haben wir behalten, damit die Zahl wieder stimmt. Unser Pünktchen. Der gemeinsame Sohn von Peppino und Garfield. So “einfach” wird man also 6fache Dosine.

zumpi-katzen

6 Antworten

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Du hast wirklich ein großes Herz und den kleinen Tigern geht es bestimmt gut bei dir. Danke für die schöne Geschichte.

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...geschrieben am 11. März 2010 um 11:56 von gutelaune

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Süsse Geschichte und süsse Katzen!

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...geschrieben am 11. März 2010 um 16:14 von unseenbird

Nr. 3

Köstliche Geschichte! Die “will” ich fürs … 3. kunterbunte!

Lieber Gruß von Renate

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...geschrieben am 11. März 2010 um 16:17 von Renate

Nr. 4

Dann nimm sie doch mit. ;-) An der anderen Story arbeite ich noch.

LG Petra

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...geschrieben am 11. März 2010 um 19:52 von Petra

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Ich würde jeden dieser Stubentiger sofort in und auf den Arm nehmen, knuddeln bis sie aufgeben und sie beim Schlafen einfach nur selig anglotzen ;-)

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...geschrieben am 11. März 2010 um 20:24 von wattenmehr

Nr. 6

Lach. Das glaub ich dir gern. Aber, Peppino, die im Kochtopf ist eine Zicke. Ich schaffe es ab und zu mal sie hochzunehmen. Stiefelchen mag keine Männer, er duldet sie nur. Und Flöckchen ist hier zwar der Boss mit seinen gut 10kg, aber auch ein Angsthase. Garfield ist noch der idealste zum knuddeln, das darf nämlich jeder mit ihm.

Hast aber schon recht. Ich beobachte sie ganz oft wenn sie schlafen und freue mich an ihnen.

LG Petra

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...geschrieben am 12. März 2010 um 19:31 von Petra

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