VfB Lübeck Altliga und ihr “Lübecker Oldie-Cup”, ein Rückblick mit Freude
Die VfB Lübeck Altliga und ihr "Lübecker Oldie-Cup"
Der Lübecker Oldie-Cup, ein Rückblick mit Freude
1993 eine Idee und dann 10 Jahre lang ein traditionelles Event
Als 1993 die Idee über ein Turnier, besonderer Art in Lübeck, in den Köpfen der Altliga – Spieler des VfB Lübeck entstand, konnte sich wohl niemand vorstellen, was sich in den folgenden Jahren entwickeln sollte.
Man musste eine finanzielle Grundlage für diese Idee schaffen und fand mit Preußen Elektra einen guten Partner, der den Anfang machte. Viele Unternehmen, Firmen folgten und ermöglichten damals wie heute dieses Turnier zu verwirklichen.
Die Entwicklungs- – und Lernphase mit viel Arbeit machte den Machern und Helfern des Turniers viel Spaß und wurde 1996 beim ersten Preußen Elektra Cup mit großem Zuspruch der vielen Zuschauern belohnt.
Den Zuschauern wurde schon 1996 nicht nur Fußball vom feinsten geboten, sondern auch ein Rahmenprogramm was Stil hatte.
1996 : Auftakt des VfB Altliga Cup`s
Erster Sieger des PEC wurde Hertha BSC, die erst im 9-Meter Schießen die Oldies des Veranstalters VfB Lübeck besiegten.
Beide Mannschaften hatten sich in packenden Spielen gegen Mannschaften wie Hansa Rostock, FC St. Pauli, Hannover 96, VfL Wolfsburg und TSV Amrum durchgesetzt.
Der Spaß bei Spielern, Initiatoren und ca. 1.500 Zuschauern forderte förmlich eine Wiederholung dieser tollen Veranstaltung.
1997 : Jetzt wurde es 1. klassig
Wieder wurde geplant, organisiert, gearbeitet und am Ende ein Teilnehmerfeld präsentiert, was den Vorverkauf für 1997 heftig ins Rollen brachte.
Mannschaften wie Borussia Dortmund, Schalke 04, Werder Bremen und 1860 München rundeten in diesem Jahr dass Feld um FC St. Pauli, Hertha BSC, TSV Amrum und den VfB ab.
Sieger in diesem Jahr 1997 wurde der FC St. Pauli, der die Werder – Oldies mit 2 : 1 in einem packenden Finale besiegte.
Im Anschluss an dieses Altliga – Festival ging es ins Holiday Inn zur „Players Night“, wo so einige alte Geschichten aus der Vergangenheit des Fußballs zu hören waren.
1998 : Verlust eines tollen Kollegen und Organisatoren
Die Vorbereitungen zum 3. PEC wurden durch den tödlichen Unfall von Michael „Zelle“ Zellier im Dezember 1997 überschattet, der sich immer aktiv für seine Mannschaft und auch für dieses Turnier eingesetzt hat. „Micha wir denken an dich!“
Im Starterfeld änderte sich dieses Jahr nicht viel. Eine Borussia ging und eine andere Borussia kam. Die Borussia aus Mönchengladbach um Ulknudel Wolfgang „Otto“ Kleff ersetzte die Borussia aus Dortmund.
Spaß, Spannung, Biss und tolle Kabinettstückchen waren auch in diesem Jahr Trumpf in den Spielen um den P.E.C.
Durchsetzen konnte sich diesmal zum zweiten Mal nach 1996 die Hertha aus Berlin durch einen knappen Sieg über den FC St. Pauli.
Bei der anschließenden Siegerehrung verkündeten die Spieler des FC St. Pauli, dass sie die Siegprämie von DM 1.000,— an die Hinterbliebenen von Michael Zellier abtreten werden. – Eine tolle Geste! –
Die Players Night fand im Mövenpick- Hotel statt, wo auch in diesem Jahr die Nacht nicht enden wollte und eine neue Auflage dieses Turnier bereits beschlossene Sache war.
1999 : Hansehalle platzte aus allen Nähten
Die bereits vierte Auflage folgte dann 1999, mit dem 1.FC Kaiserslautern und dem Eichholzer SV für TSV Amrum, und 1860 München.
Unglaublich lief schon der Vorverkauf, mit dem Ergebnis, dass über 3.000 Zuschauer sich die Spielkunst vergangener Tage anschauen wollten. – Gänsehautatmosphäre – in der Lübecker Hansehalle!
Viele tolle Spiele mit schönen Toren und Spannung wurden den Zuschauern geboten, die einen FC St. Pauli an diesem Tage sahen, der nicht zu schlagen war. Im Endspiel besiegten die Paulianer die Hertha mit sage und schreibe 6 : 0 und revanchierten sich für die Vorjahres – Niederlage.
Auch in diesem Jahr wurde der P.E.C mit der traditionellen Players Night abgerundet, die im Lübecker Hof statt fand. So feierte Stefan Studer vom FC St. Pauli seinen Geburtstag mit allen Anwesenden und aus Gladbach kam ein ums andere Mal eine Karawane mit einem durstigen Sultan vorbeigezogen, der im Schlepptau fröhliche Fußball – Cracks hinterher zog.
2000 : Jubiläum im neuen Jahrtausend
Beim Jubiläumsturnier 2000, dem 5. Preussen Elektra – Cup, spielte auch zum ersten Mal der Hamburger SV in der ausverkauften Hansehalle um den Oldiecup und noch eine Neuheit im Programm hatte bei Veranstaltern, Spielern und den Zuschauern Begeisterung hervorgerufen.
Carsten „Schoppi“ Schoppenhauer moderierte zum ersten Mal in der Halle und peitschte mit Unterstützung der hübschen Chearleader-Gruppe des VfB Fans und Spieler an. Heute ist „Schoppi“ bei dieser Veranstaltung nicht mehr wegzudenken.
Sieger in diesem Jahr wurde der FC St. Pauli, der die „roten Teufel“ aus
Kaiserslautern in der Verlängerung mit 4:2 besiegte.
Die anschließende Players Night im Lübecker Hof hatte dieses Jahr ihren Höhepunkt mit einer 200-Mann Polonaise zum Geburtstag von Pauli-Spieler Stefan Studer.
2001 : Jetzt wurde es international
2001 wurde der 6. E-ON Energie Cup international, Ajax Amsterdam und die Polen Allstars waren die neuen Clubs in diesem Jahr, die wieder die Hansehalle fast zum platzen brachte.
Fußball vom feinsten und VfB`er im Pech! Nach einer 1:3 Niederlage, einem 4:4 gegen Gladbach und einem sensationellen 5:2 gegen Schalke, schied die Altliga des VfB trotzdem aus. Schade!!!
Das Endspiel war ein echter Krimi, in dem Ajax den FC St. Pauli nach 4:4, dann im 9-Meterschießen bezwang.
Die After Work Party (Players Night) im Mövenpick endete gegen 5.00 Uhr und einige wollten immer noch nicht gehen.
2002: VfB Lübeck im Jahr 2002 auf Platz 3!
Mit Brondby Kopenhagen kam 2002 der dritte internationale Club in die Hansehalle zum 7. E.ON Cup und verzauberte die Fans mit tollem Fußball. Lübecks Fans peitschten die Spieler des VfB auf einen sensationellen 3. Platz gegen Ajax Amsterdam und zum vierten Mal holte sich Pauli den Cup gegen tolle Kopenhagener mit „Golden Goal“.
Wieder war die Halle ausverkauft und wieder waren alle Zuschauer, Spieler und Verantwortlichen begeistert.
In der anschließende „Players Night“ im Lübecker Hof gingen alle Gäste noch einmal an ihre körperlichen Grenzen.
2003 : „You’ll never walk alone” FC Liverpool in Lübeck
Stimmung wie an der Anfield Road in Lübeck beim 8. Schleswag Cup, denn ein neues Mitglied bei der Oldie-Fußball-Gala gab sich mit dem
FC Liverpool die Ehre. Es war wieder ein rauschendes Fußballfest für jung und alt mit einem Halbfinalisten VfB Lübeck der mit dem 4. Platz am Ende gegen Hertha BSC zufrieden sein konnte. Sieger wurde wieder einmal die Truppe von Edu Preuß, der FC St. Pauli der in einem spannenden Finale Danisch Dynamite aus Kopenhagen besiegte.
Höhepunkt am Abend bei der Players Night im Scandic Hotel war die Gesangseinlage aller Spieler des Turniers. Gemeinsam, Arm in Arm wurde die Hymne des Fußballs „You`ll never walk alone“ gesungen. – GÄNSEHAUT –
2004: Sieg für Borussia Mönchengladbach im 7. Anlauf
Beim 9. E.ON Hanse-Cup war es wie jedes Jahr, die treuen Zuschauer und Fans, die zum größten Teil „Stammzuschauer“ sind, trafen sich teilweise schon gegen 11.00 Uhr vor der Hansehalle um die guten Plätze zu sichern.
Schoppi und Schorsch bauten dann in ihrer einzigartigen Art und Weise die Stimmung richtig klasse auf und dann ging es los.
In der Gruppe A ließen Brondby IF und Borussia Mönchengladbach ihre Gegner Polen und VfB Lübeck hinter sich und zogen in Halbfinale ein.
In der Gruppe B folgten dann der FC Liverpool und Hertha BSC, die sich überraschend gegen den FC St. Pauli und 1.FC Kaiserslautern durchsetzten.
In den Halbfinalspielen ging es hoch her. Die technisch starken Kopenhagener unterlagen den unterkühlten Berlinern mit 0:2 und Gladbach siegte über die stark verbesserten Spieler vom FC Liverpool
mit 2 : 1, die dann im kleinen Finale den 3. Platz erreichten.
Das erste Mal ins Halbfinale, zum ersten Mal Finale und verdienter erster
Turniererfolg im 7. Anlauf für die „Fohlen“ aus Mönchengladbach, die Hertha BSC in einem packenden Spiel durch einen Treffer von Hans-Jörg Criens mit 2:1 besiegten.
Die Freude der Gladbacher Fans und Spieler war riesig und so wurde bereits in der Kabine das ein oder andere Bierchen verhaftet.
So wie es in der Halle beendet wurde, so fing der Abend an im Scandic-Hotel, bei kühlem Pilz und guter Laune wurde bis in die Morgenstunden
getanzt, getrunken und so manche Anekdote aus der Vergangenheit diskutiert.
Auch dieser 9. Cup, unterstrichen durch eine volle Halle, tolle Stimmung, begeisterte Kinder und Erwachsene Fans, faire, hochklassige Spieler, Sponsoren, einer Altliga und deren Frauen, befreundete Helfer, war ein Erfolg für die Macher dieses Events.
Der 10. und letzte Auftritt der Oldiestars in Lübeck
Zu diesem Zeitpunkt wusste noch keiner, das an diesem Tage der letzte Auftritt der Stars von einst in Lübeck sein sollte.
Die Stimmung war wie immer, die Hütte voll und alle gut drauf.
Bröndy IF aus Dänemark wird ungeschlagen Sieger des 10. und vorerst letzten internationalen Hallenturniers für Traditionsmannschaften in Lübeck. Im vierten Anlauf konnte sich die Mannschaft um den diesjährigen Torschützenkönig Erdin Iljazovski in die Siegerliste des Turnieres eintragen. Die ausschließlich mit ehemaligen dänischen Nationalspielern gespickte Mannschaft aus Kopenhagen bot den 3000 Zuschauern in der ausverkauften Hansehalle den attraktivsten und technisch besten Fußball. Selbst Borussia Dortmund, die dieses Jahr sogar mit Michael Rummenigge antraten, mußten sich im Endspiel deutlich mit 6:1 geschlagen geben.
Der FC Dunkelziffer um Sergej Kirjakow und Volker Ippig gewann das 9-Meter-Schießen um Platz 3 gegen den Seriensieger des Hallenturnieres, gegen die Altliga des FC St. Pauli.
Im Anschluss überreichte die Altliga des VfB Lübeck, Dunkelziffer e.V. einen Scheck über 5.000,— Euro, mit dem einem Kind der Therapieplatz finanziert werden konnte.
Auch bei diesem Rückblick danken wir nochmals allen Helfern, Zuschauern und Interpreten, für die Unterstützung und Treue in den 10 Jahren, ohne euch hätte es diese tollen 10 Turniere nicht gegeben.
Holger Gewiss
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2 Antworten
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Ein spannender Bericht, lieber Holger!
Woran lag es denn, dass nach all diesen erfolgreochen Jahren mit dem 10. Event Schluss war? Bis dahin hatte doch alles gestimmt!
Kann man auf eine Fortsetzung irgendwann hoffen?
Gruß!
Gerd Richter
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Hallo Gerd.
Es war wirklich eine tolle Sache, doch leider ist es in dieser Zeit sehr schwer Sponsoren zu bekommen und
das ganze war ja auch nicht billig.
Aber vielleicht klappt es ja irgendwann mal wieder. Wir haben es noch nicht ganz abgehakt.
LG Holger
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